Gezieltes Risikomanagement mit der Pre-Mortem Analyse
WARUM TRADITION KEIN SYNONYM FÜR INNOVATION IST
Die Pre-Mortem Analyse ist ein einfaches, aber effektives Risikomanagement-Tool, um Schadenspotenzial in Projekten zu begrenzen. Die auch als „vorausschauende Rückschau“ bekannte Methode nutzt die Vorstellung, dass alles, was schiefgehen kann, bereits schiefgegangen ist und stellt dann die zentrale Frage: „Was hat das Projekt zum Scheitern gebracht?“
Es geht darum, Gefahren frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und im besten Fall zu eliminieren, um mögliche Probleme von vornherein im Auge zu behalten. Folgendermaßen sollte man vorgehen:
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Sammlung von Ursachen durch Brainstorming in Gruppen- oder Einzelarbeit
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Visualisierung und Gruppierung der Ursachen: (Einflussbereich / Eintrittswahrscheinlichkeit)
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Diskussion über wahrscheinliche Ursachen, die im eigenen Einflussbereich liegen
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Suche nach Möglichkeiten zur Beseitigung oder Prävention
Plakativ am Beispiel einer S/4HANA Transformation dargestellt, könnte das dann wie in der untenstehenden Abbildung aussehen.
Klicken Sie die Grafik an, um sie zu vergrößern...
Sind die Gefahren einmal erkannt und nach Eintrittswahrscheinlichkeit sortiert, widmet man sich den Problematiken, die im internen Einflussbereich liegen. Diese werden priorisiert und präventive Maßnahmen definiert.
Beispielsweise, wenn eine Budgetüberschreitung befürchtet wird, sollte eine laufende, detaillierte Budgetverfolgung eingeführt werden. Kapazitätsengpässen kann mit laufenden Planungen von Kapazitäten entgegengewirkt werden. Droht das Ziel aus den Augen verloren zu gehen, sind konsequentes Change Management und Kommunikation gefragt. Gegen gescheiterte Teamarbeit helfen regelmäßige Teambuildings.
Unser Tipp: Wenn Sie präventive Maßnahmen definiert haben, legen Sie auch gleich Verantwortlichkeiten und Deadlines fest! So generieren Sie Verbindlichkeit.
Die Pre-Mortem Methode bietet viele Vorteile und steigert zusätzlich die Agilität des Unternehmens.
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Ohne Teilnehmerbegrenzung kann sie im gesamten Projektteam durchgeführt werden, unter Einbeziehung aller Mitarbeitenden aller Hierarchieebenen.
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Risiken werden aus allen Unternehmensbereichen zusammengetragen, betrachtet, bewertet und gemeinsame Ziele infolge auch von allen mitgetragen.
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Der Überblick von Gefährdungspotenzial entlang kritischer Punkte wird beibehalten, konkrete Handlungsmaßnahmen abgeleitet und bei Problemen gemeinsam gegengesteuert.
Dies sind nur einige Punkte, die für eine Pre-Mortem Analyse sprechen. Wenn Sie Fragen oder Interesse am Thema haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.
Katharina Groppel
Senior Consultant